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Heute wird
Poel von den Besuchern seiner Natur und
Strände geschätzt. Im 16. Jahrhundert
schätzten die adeligen Besucher vor allem
den Wildreichtum der Insel. Damals gab es
noch genügend Waldflächen für Reh, Hirsch
und Schwarzkittel und auch der Reichtum an
Wasservögeln war legendär. So
besuchten die hohen Herrschaften aus
Schwerin regelmäßig die Insel Poel zur
Jagd. Um aber nach der Jagd nicht wieder
gleich den beschwerlichen Weg nach
Schwerin antreten zu müssen. Ließ der
Herzog Johann Albrecht der I. ein
Jagdschloss bauen, der Bau begann 1562 und
im Jahre 1568 war das Jagdschloss fertig
gestellt. Die Lage war in Fleckenhagen auf
der Schlosskoppel, südlich der Kirche.
Herzog Albrecht konnte so direkt vom
Wismarer Hafen aus sein Schloss anlaufen.
Das Schloss war ein Backsteinbau in
italienischer Bauweise. Vergleichbar in
seinem Stil dem Schweriner Schloss und dem
Wismarer Fürstenhof. Sonst war das Schloss
eher ein Schlösschen und in seiner
Ausstattung sehr schlicht gehalten. Es
hatte wenige Räume die größten teils nicht
beheizbar waren.
Oft wird der Herzog sein Schloss nicht
besucht haben, denn Anfang 1600 setzt der
Verfall schon ein. Fenster sind
zerschlagen, Bretter vergammeln und durch
das Dach dringt Regen ein. Die Poeler
halfen kräftig mit, war der
Schlossaufseher weg, nahm man das eine und
andere gute Stück vom Poeler Schloss mit
auf seinen Hof.
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